Das virtuelle Klassenzimmer - bald Realität?


Die Technik
Playstation VR, Oculus Rift, HTC Vive — was für ältere Lehrkräfte wie neue Boybands klingen mag, ist für die jüngere Generation nicht weniger als die Revolution des Spielens. Das deutsche Sportfernsehen hat einmal versprochen, dass man mittendrin statt nur dabei wäre. Eine Lüge damals, aber jetzt wird geliefert. Im Gaming-Sektor. Das System kann simpel zusammengefasst werden: Bei fast allen gängigen Modellen setzt man eine Brille auf, öffnet die Augen und befindet sich in einer neuen Welt. Bei Samsung Gear VR reicht es sogar, sein Smartphone in eine Vorrichtung zu klemmen, bevor man den Sprung in die Virtualität wagen kann. Zwischen den einzelnen Varianten gibt es zwar konzeptionelle Unterschiede — sei es die Verwendung der Eistüten bei PS oder dem auf einen Radius begrenzten freien Gang bei der Vive — aber bewusst laienhaft ausgedrückt, schaut man durch zwei Linsen und erblickt die Zukunft. Spannend!

Der weibliche Gamer – das unbekannte Wesen

Disclaimer: Achtung, folgender Text trieft vor üblen Klischees, platten Witzen und drallen Vorbauten.

Samstag. 13 Uhr. Wir befinden uns in einer Großstadt. Genauer gesagt in einem Einkaufszentrum in jener Großstadt. Vor Stunden haben wir unser Lager in der Nähe einer der Jagdreviere der Gamer aufgeschlagen, einem Geschäft für Soft- und Hardware.
Bisher liessen sich nur einige Jungtiere und vereinzelte Männchen blicken, die scheu um die Regale tigerten und die ein oder andere Beute rissen. Doch selbst mit neuem Material um die Konsole zu füttern in der Hand, kommen sie nicht umher ihren Blick schweifen zu lassen. Immer in der Hoffnung, eines der raren Weibchen zu erblicken.

Wie ich zum Spielen kam


Ein blaues Logo, cartoonartige Geräusche, gefolgt von Gitarrenklängen und der „Löwenzahn“-Titelmelodie: Knapp 15 Jahre ist es her, als mich dieses Intro von Terzio das letzte Mal begrüßte. Irgendwann zwischen dem Ende der Grundschulzeit und einem Umzug vergessen, fiel es mir zuletzt wieder ein. Den gedanklichen Anstoß gab mir eine Meldung: Peter Lustig ist gestorben.

[Gastbeitrag] Sportfaktor, Subventionen und Chancen im E-Sport


Gedanken inwiefern das "E" zum "Sport" passt, habe ich viele. Also wirklich so richtig viele. So viele, dass ich auf Reddit war und einen wirklich guten Beitrag fand, der einiges anspricht, was ich denke. Der Autor Brotten veröffentliche diesen Artikel auf Reddit, nach Rückfrage, darf er auch hier als Gastbeitrag erscheinen. Vielen Dank! 

Im Rahmen der Diskussion mit Niklas Behrens an der Universität Bayreuth wurde die Frage danach, wie weit E-Sport Sport ist, gestellt. Insebsondere wurde dabei von einem Zuhörer angemerkt, dass die Propagierung von Kriegsspielen (z.B. Starcraft) mit seinen christlichen Werten nicht vereinbar sei und mit etwa dem von ihm geschätzten olympischen Gedanken klassischer Sportveranstaltungen nicht übereinstimmen. 

Operation VACation: Scheiße man, hat mein geliebter E-Sport ein Problem?

Es ist jetzt eine knappe Woche her, an dem ich meine News checkte und während des Scrollens plötzlich auf einen Beitrag stieß, der mich stutzig machte: Simon "smn" Beck wurde von Steam gebannt. Der Grund? Er verwendete einen Cheat. Den meisten Leuten wird sein Name sicherlich nichts sagen. Wer hingegen Streams von professionellen Counter-Strike-Matches verfolgt, kennt ihn als durchaus begabten Spieler von Team Alternate. Kurz darauf eine weitere Meldung: "KQLY" von Titan wurde ebenfalls durch Valves Anti-Cheat-System (VAC) gebannt. Hinzu gesellte sich "sf" von Epsilon Games und ich dachte mir:  

"Scheiße man, mein geliebter E-Sport hat ein Problem."

Nichtspieler.


Ich sitze vor meiner Steambibliothek, genauer gesagt starre ich nichts tuend auf meinen Bildschirm. Wie lange? Keine Ahnung. Ein Spiel starten? Keine Lust. Irgendwie komisch: Man wird älter und hat endlich die Möglichkeiten Games zu kaufen, die man immer spielen wollte! Besser noch: Sie sind meist sogar in meinem Inventar - aber auf Dauer fesseln? Das schaffen derzeit leider nur die wenigsten. Mir drängt sich deshalb die Frage nach dem "Warum" auf:

Ihr seid wie Cheater unter Fairspielenden!


Gamergate. Ein Wort, kurz, knapp und dennoch seit gefühlten Ewigkeiten nicht mehr aus der Spielelandschaft wegzudenken. Ich habe mich mit einigen wenigen Ausnahmen in der Steam- & PC-Spiele-Community bei dem Thema echt zurück gehalten. Die Fronten waren mir zu verhärtet und die Anschuldigungen nervten mich ehrlich gesagt. Ich hatte wirklich keine Lust mehr, mich gefühlt für irgendetwas entscheiden zu müssen, um nicht von anderen Personen in irgendeine Ecke gestellt zu werden. Das ist ebenfalls ein Grund, warum ich jetzt an dieser Stelle nicht auf die Vorgeschichte beziehungsweise den Verlauf von #Gamergate eingehen werde - das haben schon genug Leute getan.¹ 
Der Tropfen, welcher die metaphorische Energy-Dose des Gamers zum überlaufen brachte, war dann letztendlich ein kurzer Artikel der +FAZ.NET - Frankfurter Allgemeine mit dem Titel "Gamergate - Bitterer Ernst in der Spielewelt". Er veranlasste mich tatsächlich, mein Spiel zu pausieren und etwas über Individuen zu schreiben, denen ich noch abgeneigter als uPlay gegenüber bin.