Menschenrechte, Genfer Konvention und Computerspiele

Meine Gedanken beziehen sich auf ein Posting von Spiegel Online. Es ist also ratsam, dieses vorher gelesen zu haben

Um es kurz zu machen: Meiner Meinung nach ist dieser Artikel sehr darauf fixiert, ein wirklich sensibles Thema zu skandalisieren. Hierbei drängt sich mir regelrecht das Gefühl auf, dass mittlerweile eine so exaltierte Berichterstattung von Nöten ist um mediale Aufmerksamkeit zu erreichen. Ich persönlich finde es falsch, egal ob  hier um einen über Filme oder Spiele geredet wird.
Ja es stimmt das es verkehrt ist fragwürdige Aktionen nicht zu erklären bzw. sogar als richtig darzustellen. Gelegentlich schwingt dort leider wirklich einfach nur eine Glorifizierung von Gewalt mit und ist keineswegs unterstützenswert. Auch die "Flughafenszene" aus Call of Duty Modern Warfare 2 war absolut unnötig, sie diente mMn nur als reine (schlechte) PR-Aktion, damit das Spiel in aller Munde ist.
Vergessen wird dennoch, dass es auch Spiele gibt, die gegen viele Genfer Auflagen verstoßen, aber es explizit als schlecht darstellen. Als bestes Beispiel fällt mir da Spec Ops: The Line ein, welches zwar ein Shooter ist, aber eben durch seine Gesamtaufmachung zeigt, wie grausam der Mensch sein kann bzw. das es wirklich nicht richtig ist, was man tut. Spiele sowie auch Filme verstoßen regelmäßig gegen die Genfer Konventionen, was meiner Meinung nach bei manchen Games nicht zu streng geahndet werden sollte. Wenn sie beispielsweise einfach absichtlich überzeichnet werden (Spontaneinfall: Gewalt in Borderlands), kann man über ein paar Dinge hinwegsehen. Wenn aber - und das tun einige Shooter immer mehr - viel Wert auf Realität gelegt wird (*hust* Battlefield 3 & 4 *hust*), dann bitte auch in diesem Bereich. 

Etwas zu skandalisieren, was natürlich trotzdem leider oft genug in der Realität passiert, ist der falsche Weg. Vielmehr sollte das Thema normal ins Gespräch kommen und darüber debattiert werden, sodass jeder etwas davon hat.