Artikel-Kommentar: Alle wollen Innovation, aber niemand spielt sie


Meine Gedanken zu dem Artikel "Keine Chance für Spec Ops: The Line 2" der +GameStar:
Es ist schon ein wenig albern. Es wird immer geschrien, dass die ganzen Shooter so innovationslos sind, parallel zählen Call of Duty, Battlefield & Co. zu den absoluten Top-Blockbustern. Das Studio Yager hat seine Lektion leider lernen müssen und macht nun etwas Anderes - vollkommen nachvollziehbar und dennoch wirklich resignierend. Trotzdem, es ist meiner Meinung nach zur Zeit ein treffendes Sinnbild der aktuellen "Gamer-Generation". Konsole/PC an- und im Kopf einfach mal komplett abschalten können, ohne über die Moral nachdenken zu müssen, scheint für die meisten genau die Entspannungsmethode zu sein.

Ich habe Spec Ops: The Line wirklich gefeiert und ja, ich hab mich echt nach dem Durchspielen schuldig gefühlt. Schuldig, dass man Spaß am ballern hatte, schuldig, dass man sein eigenes Handeln so gar nicht hinterfragte, schuldig, dass man andere für ihr Verhalten verurteilte! Dieses Spiel - Es war ein Schlag ins Gesicht! Man feierte imposante Szenen und wird daraufhin konfrontiert, ob man nicht komplett bescheuert ist, die Geschehen beeindruckend zu finden. Ganz ehrlich: Welcher Shooter schafft es ebenfalls zu zeigen, dass Krieg nichts gutes ist? Ich persönlich hätte wirklich gern mehr von diesen Spielen, eben genau dafür wäre doch mal eine Kickstarterkampagne richtig praktikabel!

Wer bisher noch nicht die Zeit gefunden hatte, Spec Ops: The Line zu spielen oder es schlicht und einfach übersah, dem sei der Titel wärmstens ans Herz gelegt! Kostet nicht viel, lohnt sich jedoch für jeden Cent, solange man mehr Wert auf Inhalt als auf "Shooter-Feeling" legt! Hier, kauft!

Wo wir schon beim Thema Innovationen bei Videospielen sind... das Video von +The Game Theorists (Abonnieren! Eigentlich lohnt sich dort jedes Video ;)) sei jedem mal empfohlen: